Über Heilung auf der Straße
Wir wollen das tun, was in Mt 10,8 steht:“ Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch.“
In erster Linie geht es darum, einen Raum zu schaffen, um Menschen, insbesondere Jesus fernstehenden, eine Begegnung mit dem lebendigen Gott zu ermöglichen. Das primäre Ziel ist nicht die Heilung an sich, sondern Menschen in Kontakt mit Gott zu bringen. Wir wollen die Liebe Gottes einfach verschenken, indem wir für Menschen um Heilung beten. Das umfasst neben körperlicher auch seelische Heilung.
Ganz wichtig für uns ist, dass wir den gesamten Menschen wahrnehmen, dem wir dienen, dass es uns nicht um die „Sache“ an sich geht. Wir lassen uns vom heiligen Geist mit der Liebe des Vaters und mit seiner Barmherzigkeit für die Menschen füllen, und bitten Ihn, uns Sein Potenzial für die Menschen zu offenbaren.
Zu Beginn jedes Einsatzes knien wir uns gemeinsam auf den Boden und beten um die spürbare Gegenwart Gottes. Da wir die Menschen herausfordern, sich öffentlich auf einen Sessel zu setzen, tragen wir auch unseren Teil dazu bei, indem wir uns öffentlich auf den Boden knien. Ein gemeinsamer Beginn ist uns daher sehr wichtig.
Der Platz, an dem das Heilungsgebet stattfindet, ist durch eine große Fahne mit der Aufschrift „Heilung“ deutlich gekennzeichnet. Weiters sind ca. 4 – 6 Sessel in einer Reihe aufgestellt, die darauf warten, von Menschen besetzt zu werden. Pro Person beten 2 – 3 Mitarbeiter, wobei von Beginn an klar sein sollte, wer das Gebet leitet. Wenn möglich, sollte ein Mann das Gebet für eine männliche und eine Frau das Gebet für eine weibliche Person leiten.
Andere Mitarbeiter vom Team verteilen in der Zwischenzeit kleine Flyer, die einen kurzen Überblick geben über das, was wir machen. Es besteht auch die Möglichkeit, betend anwesend zu sein und den Einsatz in der Fürbitte zu unterstützen.
Die Einsätze finden zweiwöchig in allen geraden Kalenderwochen jeweils an einem Freitag statt und dauern von 16:00 – 19:00. Anmeldungen jeweils bis Mittwoch der folgenden Woche telefonisch oder per Email bei Joachim Orth (Tel: 0699/81213149, joachim.orth@vineyard-wien.at)
Mitarbeit
Jeder, der beim Sommereinsatz „Wir lieben Wien“ mitgemacht hat, kann jederzeit einsteigen und mitmachen. Voraussetzung ist ein Bewusstsein über die „Reich Gottes Mentalität“, unsere Autorität und Vollmacht in Jesus, die Zusammenarbeit, Partnerschaft mit dem hl. Geist und eine gewisse Risikobereitschaft, da es auch darum geht, Worte der Erkenntnis oder prophetische Eindrücke weiterzugeben. Weiters bedarf es einer Bereitschaft, sich in ein Team einzufügen und einer Leiterschaft unterzuordnen.
Besonders wichtig ist uns, dass wir uns als Team gegenseitig unterstützen und einander tragen. Als Teil davon fühlen wir uns verantwortlich u.a. im Gebet und in der Fürbitte für den Einsatzort, die Menschen denen wir begegnen, das Team, das Wetter usw. einzustehen.
Aktive Mitarbeit im Gebetsteam erfolgt nach einem selbständigen Studium der Lehr – Einheiten von Paul Miller, die er im Rahmen von „Wir lieben Wien“ gehalten hat. Diese Lehr – Einheiten dienen als Grundlage für Heilung auf der Strasse. Für Gemeindemitglieder besteht die Möglichkeit, sich diese auf unserer Homepage im Mitarbeiterbereich runterzuladen.
Christen aus anderen Gemeinden haben die Möglichkeit, sich die Lehrinhalte als MP3 auszuleihen. Gerne bin ich auch bereit, diese Thematik bei einem Gespräch näher zu erläutern.
Berichte
Eine Frau 2 Wochen nach einer Operation der Supraspinatussehne der rechten Schulter. Sie hat Schmerzen und stark eingeschränkte Beweglichkeit, ca. 70° kann sie den Arm heben. ( man darf auch nicht zuviel aktiv tun nach so einer Op). Sie sagte, sie habe nur 2 min Zeit. Ich: ok, länger wird´s nicht dauern. Nach dem 1. mal beten war eine kleine Verbesserung da, Bewegung bis ca. 90°, aber Gefühl von Bewegungssperre. Wir haben noch einmal gebetet, danach waren Schmerzen fast weg und Bewegung schon > 100°. Sie fing an, den Arm nicht nur vorne hochzuheben, sondern auch seitlich. Mittlerweile waren die 2 min schon lange um, sie sagte, sie sei sowieso im Krankenstand und sie habe alle Zeit der Welt : -)
Wir beteten noch einmal. Danach ermutigte ich sie, den Arm soweit zu bewegen, wie sie konnte. Das war dann ca. 160° und das ohne Schmerzen!!
Eine junge Frau, Anfang 20, kam und wollte Gebet um Gelassenheit. Ich betete um die spürbare Gegenwart Gottes und Gelassenheit. Ich habe erst 2 Sätze gebetet und sie fing plötzlich an: Ma, is des schee! Sie konnte die Gegenwart Gottes spüren! Ich sagte ihr, dass Jesus sie liebt und fragte sie, ob wir weiterbeten dürften. Sie sagte ja.
Als ich dann betete dass Jesus sie mit seiner Liebe in ihrem Herzen berühren möge und den Frieden Gottes auf sie gelegt habe, begann sie zu weinen. Man spürte, dass das ganz tief ging und sie stoppte das Gebet dann. Aber sie sagte uns, wir sollen das weitermachen und war total von der Liebe Gottes berührt.
Eine junge Frau im Rollstuhl nach einer schweren Blutung im Hirnstamm ( im Ponsbereich = Brücke) und Mitbeteiligung des Kleinhirns. Massive Ataxie ( koordinative Bewegungsstörung aufgrund eines Steuerungsproblems im Gehirn). Sie kann dadurch nicht gehen. Zudem hat sie eine Halbseitenlähmung rechts mit spastischen Muskelzügen. Auf die Frage, wofür wir beten dürfen, sagt sie, dass sie wieder alleine gehen und lesen kann.
Paul und ich beteten für sie. Sie war total offen und die Gegenwart Gottes war schnell stark spürbar. Die Frau selbst konnte es auch spüren. Sie sagte immer wieder: meine Beine bewegen sich mehr als sonst! Sie streckte sie auch immer stark aus und konnte sie dann wieder gezielt auf ihre Fußstützen absenken. Paul spürte stark die Kraft Gottes in ihren Kopf hinein fließen.
Der Hirnstamm wird auch "das Tor zum Leben" genannt und Paul betete dieses Leben in sie hinein. Er begann dann zu beten, dass der Herr in das Trauma des Geschehenen hineinkommen möge und sie wurde stark berührt und fing an zu weinen. Es ist jetzt nichts Augenscheinliches passiert, d.h. sie ist noch nicht aufgestanden und gegangen, aber die Kraft Gottes hat etwas verändert. Da sie zudem meine Patientin ist, bin ich schon gespannt, was der Herr alles schon verändert hat und was er noch tun wird!!
Ein türkischer Mann setzt sich und erzählt uns, dass er seit einem Arbeitsunfall depressiv ist. Er ist so unglücklich gestürzt, dass er sich am linken Unterarm alles bis zum Knochen durchtrennt hat, Nerven, Muskeln, Sehnen und Blutgefäße. Er konnte die Hand derzeit nicht gebrauchen, seine Finger konnte er nur ein bisschen bewegen ( Wackelbewegungen). Faustschluß war bei weitem nicht möglich. Zudem hatte er noch starke Schmerzen aufgrund der Sensibilitätsstörung.
Zunächst beteten wir wegen der Depression. Danach fragte ich ihn, ob wir für seine linke Hand beten dürften. Er bejahte und so beteten wir in der Autorität Jesu und befahlen den Nerven, Muskeln, Sehnen und Blutgefäßen, heil zu werden, wieder zu funktionieren und die normale Aktivität wieder aufzunehmen. Dann ermutigten wir ihn, seine Hand zu bewegen. Er konnte beinahe ein Faust machen und die Finger antworteten prompter auf seine Bewegungsversuche. Danach beteten wir noch einmal, weil er starke Schmerzen hatte. Er konnte danach eine Faust machen und einen deutlichen Händedruck geben, die Schmerzen waren deutlich weniger.
Dann beteten wir noch einmal, da sein kleiner Finger zur Seite wegstand und er nicht wusste, wie er ihn steuern sollte. Nach dem nächsten Gebet konnte er den kleinen Finger motorisch ansteuern und zu den anderen Fingern schließen. Mit jedem Gebet hellte sich sein Gesicht mehr auf, er war ganz aufgeregt über das, was da geschah!
Am Ende strahlte er über´s ganze Gesicht und es war nichts mehr von seiner Depression zu sehen! Gott ist spitze!
Ein Jugendlicher setzt sich auf einen Sessel und möchte Gebet wegen seiner Krämpfe in der rechten Wade. Er ist dadurch im Fußballspielen eingeschränkt.
Wir beteten gezielt und befahlen den Muskeln und Nerven in die göttliche Ordnung zurück und sprachen Heilung hinein. Plötzlich fingen seine Musekln an zu zucken und sich zu bewegen. Ich fragte ihn: Kannst du das auch sehen und spüren?
Er sagte: Ja. Ich erklärte ihm, dass das die Gegenwart Gottes ist und dass Jesus ihn liebt. Danach beteten wir weiter bis das Zucken in seiner Muskulatur aufhörte. Danach testete er seinen Fuß und stellte fest, dass es ganz anders war als sonst!
Total happy ging er davon!